Good- Practice- Modelle

Psychiatrisches Krankenhaus in Asgard – Behandlung ohne Medikamente

Mit einem neuen Ansatz wurde 2017 in Norwegen eine Klinik eröffnet, die ohne Medikamente behandelt und die Bedarfe der Nutzer*innen ins Zentrum stellt.

Weitere Infos unter:

https://www.derstoryteller.de/norwegen-eroeffnet-erste-100-medikamentenfreie-psychiatrische-klinik/

https://www.madinamerica.com/2017/03/the-door-to-a-revolution-in-psychiatry-cracks-open/#comments

Gute-Praxis- Empfehlungen von ENUSP (European Network of (Ex-) Users and Survivors of Psychiatry)

ENUSP empfiehlt die folgenden Unterstützungsmöglichkeiten, die politische Entscheidungsträger*innen berücksichtigen sollen. Die folgenden PDFs enthalten weiterführende Links zu den empfohlenen Projekten und Beispielen.

PDF (Englische Version)

PDF (Deutsche Version mit DeepL übersetzt)

Die Quality Rights-Initiative der WHO (Funk/Bold)

Die 2021 erschienen WHO-Leitlinien zeigen Veröffentlichungen und Informationen auf, die alle Akteure, die ihr Gesundheitssystem und ihre psychosozialen Dienste weiterentwickeln möchten, nutzen können, um ihre Dienste mit internationalen Menschenrechtsstandards in Einklang zu bringen.
Im Leitfaden :

  • detaillierte Beschreibungen menschenrechtsbasierter Ansätze
  • Beispiele bewährter Dienste weltweit
  • Empfehlungen für die Integration solcher Dienste in die nationalen Gesundheitssysteme.

(Englische Version)

(Deutsche Übersetzung mit deepL)

Zum ToolKit von Quality Rights (Englische Version)

Vielversprechende Praktiken zur Prävention, Reduzierung und
Beseitigung von Nötigung
in ganz Europa
(MHE – Mental Health Europe 2018)

Das MHE hat mit Hilfe seiner Mitglieder Informationen über die zwangsverhindernde Praktiken gesammelt. Für jede Praktik,
wollten sie herausfinden: was getan wurde, um Zwang zu reduzieren; ob die Praktik evaluiert wurde; welche
Faktoren zum Erfolg beigetragen haben und welche Herausforderungen es gab. Es gibt in ganz Europa
keine Gesundheitssysteme, die bereits zu vollständig einvernehmlichen Verfahren übergegangen sind.

(Zum Volltext auf Englisch)

Auf Fixierungen kann in der klinischen Praxis verzichtet werden–ohne, dass auf Zwangsmedikation oder Isolierungen zurückgegriffen wird (Zinkler/Waibel 2019)

Der Text stellt zwei Hypothesen auf:

  1. Durch mehr Personaleinsatz kann auf Fixierungen verzichtet werden.
  2. Der vermehrte Personaleinsatz ist messbar und somit die Untersuchung ein Beitrag zur wesentlichen Verhinderung bis Abschaffung von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie ist.

(Zum Volltext)

Sahlgrenska-Krankenhaus Schweden

In Schweden führte der Menschenrechtsausschuss der Region Västra Götaland einen menschenrechtsbasierten Ansatz in einer psychiatrischen Abteilung für Menschen mit Psychosen ein. Das Pilotprojekt umfasste die Schulung von Nutzer*innen sowie von Selbstvertretungsorganisationen, Mitarbeiter*innen, Krankenhausmanager*innen und Menschenrechtsexpert*innen im Bereich der Menschenrechte. Ziel ist es, den Einsatz von Fixierung abzuschaffen und menschenrechtskonforme Dienste in der Gemeinde zu fördern. Die Evaluierung des Projekts hat gezeigt, dass der Einsatz von Zwangsmitteln stark zurückgegangen ist, weniger Zwangsinjektionen vorgenommen wurden und die Zufriedenheit der Nutzer*innen mit den Diensten gestiegen ist. Es wurde ein Aktionsplan für Menschenrechte für den Zeitraum 2017-2020 angenommen, der als Kernziel die “Vision der Abschaffung von Zwang in der psychiatrischen Versorgung” enthält. 

(Zum Volltext auf Englisch)

Menschenrechte in der Psychiatrie–Wege und Hindernisse zu einem umfassenden Gewaltverzicht (Zinkler/ Koussemou 2014)

Dieser Text ist im Zusammenhang mit den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts 2011 und der daraus resultierenden Befürchtung, freiheitseinschränkende Zwangsmaßnahmen würden zunehmen entstanden. Das Klinikum in Heidenheim zeigt auf, dass im Zeitraum bis zur neuen Gesetzesfassung 2013 eine Zunahmme nicht nachzuweisen war.

(Zum Volltext, insb. Punkt 2)

Offene Türen in der Allgemeinpsychiatrie: Modelle und Standards (Zinkler/Nyhuis 2017)

“In diesem Beitrag
werden die Modelle einer offenen Psychiatrie dargestellt und Standards für die
besonderen Arbeitsweisen einer offenen Psychiatrie vorgeschlagen.”

(Zum Volltext)

Spanische Region Andalusien: eine Strategie zur Reduzierung von Zwangsmaßnahmen mit dem Ziel ihrer vollständigen Abschaffung angenommen.

Dieser Initiative liegen die Rechte von Menschen mit psychischen Problemen/Behinderungen und die Förderung ihrer Autonomie zu Grunde. Die Strategie umfasst: vorausschauende Behandlungspläne, die Notwendigkeit, Daten über die Anwendung mechanischer Zwangsmaßnahmen zu erfassen und die Durchführung von Schulungen in Deeskalationstechniken. Darüber hinaus wurde ein Protokoll über die Anwendung körperlicher und/oder mechanischer Zwangsmaßnahmen entwickelt, das darauf abzielt, die Anwendung von Zwangsmaßnahmen zu verringern, indem die rechtlichen Aspekte behandelt und Präventionsverfahren eingesetzt werden.

(Studie zum Protokoll auf Englisch)


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